It does not work without emotions!

"Visualisierung ganz nah dran am Menschen und seinen Gefühlen".

"Das Besondere an uns Menschen ist, dass wir grundlegende Prozesse zur Regulierung des Lebens nutzen, darunter eben auch Emotionen und Gefühle. Aber wir verbinden sie mit geistigen Prozessen in einer Art, dass wir eine neue Welt um uns herum schaffen".

 

 

Schließlich bahnt sich eine Emotion in Mimik, Gestik, Klang der Stimme und Verhaltenstendenzen praktisch unweigerlich einen Weg nach außen – die Rede ist hier von der expressiven und der Verhaltenskomponente. Gerade dieser Aspekt steckt auch schon in dem Begriff selbst: „Emotion“ geht auf die lateinischen Wörter „ex“ und „movere“ zurück und bedeutet sinngemäß Bewegung nach außen. Die subjektive Komponente, also das bewusste Gefühl (siehe: Bewusste Gefühle), wird uns oft erst im Nachhinein deutlich – wenn überhaupt.

 

Emotionen machen das Leben lebenswert, sind zentraler Bestandteil unseres Seelenlebens. Aber sie sind noch mehr: mächtige Bewertungssysteme, die uns viele Situationen automatisch einschätzen lassen, so dass wir schnell und richtig reagieren können.

 

 

 

Schließlich bahnt sich eine Emotion in Mimik, Gestik, Klang der Stimme und Verhaltenstendenzen praktisch unweigerlich einen Weg nach außen – die Rede ist hier von der expressiven und der Verhaltenskomponente. Gerade dieser Aspekt steckt auch schon in dem Begriff selbst: „Emotion“ geht auf die lateinischen Wörter „ex“ und „movere“ zurück und bedeutet sinngemäß Bewegung nach außen. Die subjektive Komponente, also das bewusste Gefühl (siehe: Bewusste Gefühle), wird uns oft erst im Nachhinein deutlich – wenn überhaupt.

 

Emotionen bringen Farbe ins Leben

So kämpfen die Wissenschaftler selbst mit den grundlegenden Begrifflichkeiten. Dies brachten die beiden Emotionsforscher James Russell und Ernst Fehr in einem viel zitierten Satz auf den Punkt: „Jeder weiß, was eine Emotion ist, bis er gebeten wird, eine Definition dafür zu geben.“ Gestritten wird, ob es wie etwa bei Geschmacksrichtungen eine gewisse Anzahl Grundemotionen gibt, aus denen sich alle anderen zusammensetzen lassen (siehe: Die Wurzeln der Gefühle). Uneinigkeit herrscht, wie genau Motivationen und Emotionen zusammenhängen und sich voneinander abgrenzen lassen. Immerhin der Unterschied von Emotionen und Stimmungen ist Konsens: Emotionen sind vergleichsweise kurzlebige Reaktionen auf einen – äußeren oder gedanklichen – Anlass, Stimmungen eher länger anhaltende, weniger stark ausgeprägte Zustände, oft ohne erkennbaren Auslöser.

Bei allen Definitionsschwierigkeiten ist klar: Emotionen bringen Farbe in unser Leben. Nicht immer nur schöne und harmonische Farben. Aber versucht man sich das Leben ohne sie zu denken, streng sachlich und rational, ohne Gefühl und Mitgefühl, wäre die menschliche Existenz gespenstisch grau, leer und ohne jede Bedeutung. Auch ginge viel von dem verloren, was uns als Personen und unsere Lebensgeschichten jeweils einzigartig macht. Die individuelle Emotionalität ist ein entscheidender Teil unserer Persönlichkeit. Und es sind gerade die mit starken Emotionen einhergehenden Episoden in unserer Vergangenheit, die uns geprägt haben und unsere Identität ausmachen. Schon die persönliche Erfahrung zeigt, dass man sich an die erste Liebe besser und lebhafter erinnert als an den Geografie-Stoff aus der 10. Klasse. Und die Wissenschaft kann inzwischen bestätigen: Emotionale Ereignisse graben sich besonders tief ins Gedächtnis ein.

Emotionen sind unerlässlich dafür, überhaupt Entscheidungen zu treffen und auf unsere Umwelt in angemessener Weise zu reagieren. Oder wie Antonio Damasio, Neurowissenschaftler an der University of Southern California und wohl einer der bekanntesten Köpfe seiner Zunft es formuliert: „Emotionen sind kein Luxus sondern ein komplexes Hilfsmittel im Daseinskampf.

 

 

Wichtiges Instrument zur Kommunikation

Schließlich haben Emotionen auch für das soziale Miteinander eine zentrale Funktion. Ein Großteil unserer Kommunikation geschieht, wenn auch oft unbewusst, durch die Übertragung von Emotionen über deren Ausdruckskomponenten – also über Dinge wie Mimik, Gestik Körpersprache und Stimmlage. So können wir uns auf ein Gegenüber einstellen, ehe dieser lang und breit sein Anliegen in Worte gefasst hat, oder nehmen in größeren Menschenansammlungen blitzschnell wahr, wo bedeutsame Dinge vor sich gehen, wo es sich teilzuhaben lohnt oder wo möglicherweise Gefahr droht.

Wie viel allein an dieser sozialen, kommunikativen Komponente hängt, wird am Autismus deutlich. Menschen mit dieser Entwicklungsstörung sind gewissermaßen Analphabeten im Hinblick auf das Erkennen non-verbaler Emotionsvermittlung. Weil sie den emotionalen Ausdruck anderer nicht verstehen können, tendieren zu einem stark von der Umwelt zurückgezogenen Leben. Und das ist nur eine von vielen emotionalen Störungen, die das soziale, private und berufliche Leben grundlegend beeinträchtigen.

Quelle: Prof. Dr. Alfons Hamm https://www.dasgehirn.info